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Aus dem Schulleben

Eine Betrachtung zum Französischunterricht – Folge 2

Wie kann Französisch an der Waldorfschule von einer Pflicht zu einer sinnvollen und motivierenden Lernerfahrung werden?

Eine Betrachtung zum Französischunterricht – Folge 2
Foto: Team Öffentlichkeitsarbeit / Einblicke 13-26

Was tun, wenn eine Sache zunächst weder Interesse noch Freude weckt? Äußerer Druck und extrinsische Motivation können zum Lernen bewegen, doch sie schaffen nicht automatisch eine lebendige Beziehung zur Sprache.

Französisch liegt deutschen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern oft ferner als Englisch. Im Unterricht treffen zudem sehr unterschiedliche Voraussetzungen aufeinander. Lieder, Gedichte, Tänze, Fragebögen, Grammatikübungen und Lektüre erreichen Lernende auf unterschiedliche Weise, können aber nicht jede Schwierigkeit auflösen.

Die Herausforderung besteht darin, innerhalb einer gemeinsamen Lerngruppe allen möglichst gerecht zu werden und zugleich am Gedanken der Gesamtschule festzuhalten. Auch ein Aufenthalt in Frankreich kann motivieren, ersetzt aber nicht die eigene Anstrengung.

Entscheidend könnte ein Perspektivwechsel sein: Was wäre, wenn Französisch nicht nur gelernt werden muss, sondern gelernt werden darf – und wenn das notwendige Lernen einen nachvollziehbaren Sinn im Leben erhält?

Die Frage nach einem transparenten Französisch-Curriculum bleibt davon unberührt. Dazu wird es im kommenden Schuljahr Neues geben. On y va!